Straumen

Sind Meeresengen und Topstellen zum Angeln. Der Saltstraumen (siehe unten) und Moskenesstraumen bei Bodø sind zwei Topadressen. Man findet die Straumen aber auch an vielen anderen Orten. Eng anliegende Inseln, unter einer Brücke zwischen Festland und Insel und Ausgänge von Sunden. Die beste Zeit ist bei auflaufendem und ablaufendem Wasser. Wer sich umsieht, findet "seinen" Straumen fast überall.

Der Saltstraumen unweit von Bodø verbindet den Saltenfjord und den Skæerstadtfjord miteinander. Selbst PS-starke Frachter und Fischkutter haben in diesem Getöse ihre Probleme. Das Meer erscheint als riesiger Strudel. Bis zu 40 Stundenkilometer beträgt die Geschwindigkeit, mit der das Wasser zerquirlt wird. 300-400 Kubikmeter pro Sekunde werden durch die 150m schmale Engstellen in den Fjord im Rhythmus der Gezeiten gedrückt. Die Gestalt des Strudels ändert sich ständig. Nur zur Umkehrzeit wird es ruhig um den Saltstraumen. Doch dieses Schauspiel ist nicht von langer Dauer. Läuft das Wasser ab, so beginnt das Schauspiel erneut, nur in umgekehrter Richtung. Mit dem Strudel wird unzähliges Plankton angespült. Dieser Nahrungsreichtum zieht Unmengen an Fische mit sich. Große Dorsche fängt man am besten in der Umkehrzeit, wenn das Wasser ruhig ist, Köhler wiederum wenn das Wasser tost. Der Saltstraumen ist ein sehr beliebter Angelplatz, da die Chance eine Fisch an die Angel zu bekommen enorm hoch ist. Nicht zuletzt den Fisch seines Lebens, da sich hier sehr große Exemplare aufhalten.

Kleinere bis mittlere Fische werden vom Ufer aus gefangen, große und riesige vom Boot. Wer die Kapitalen überlisten will, muß knapp über Grund fischen. Doch einfach ist das nicht, denn die Strömung fließt manchmal so schnell wie in einem Fluß. Daher darf man sich nicht scheuen Pilkergewichte von 300-700g zu verwenden. An dieser Topstelle ist das Angeln aber gut organisiert. Es gibt kleine Boote und Kleinkutter, die zu den besten Angelstunden rausfahren. Neben 40 Pfdund schweren Köhlern wurden im Saltstraumen auch schon Dorsche von 60 Pfdund erbeutet. Heilbutte bis zu einem Zentner gingen hier an den Haken. Man hat aber auch die Chance eine Meerforelle oder sogar einen Lachs zu erwischen.

Die Engstelle liegt 30 Kilometer von Bodø (an der Str. 17, 33 km südlich vom Ortskern Bodø) entfernt und wird von einer Bogenbrücke überspannt. Am Ufer gibt es Campingplätze, Hotel und ein sehenswertes Museum zum Thema Gezeitenstrom, das man sich als Urlauber unbedingt ansehen sollte.

Andreas Stiehler

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