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Angeln auf offener See Das Wichtigste zuerst Fahrt niemals alleine auf die offene See hinaus! Mindestens zwei, besser drei Boote sollten eine Gruppe bilden. Das gilt eigentlich nicht nur für die offene See, sondern generell, aber hier besonders. Bekommt ihr hier draussen den Motor nicht mehr an und seid alleine, dann hilft euch kein Ruder, sondern nur noch beten, dass euch irgendwann ein Fischerboot aufgabelt. Auf diese Art und Weise, man muß es so hart sagen, haben schon viele Meeresangler, vorallem deutsche, in den Weiten des Nordmeeres ihre letzte Ruhestätte gefunden...
Wichtige Hilfsmittel Besonders auf der offenen See sind GPS, Seekartenausschnitt und Echolot unablässige Begleiter, neben einem Reservekanister, Ersatzzündkerze und genügend Proviant (viel Wasser einpacken). Sucht euch am Abend zuvor ein paar geeignete Stellen aus, wie Unterwasserberge, Plateaus, Löcher, einfach aussichtsreiche Stellen die auf Fisch hindeuten könnten. Mit einer Flasche Hochprozentigem lassen sich auch bei Berufsfischern sehr gute Stellen entlocken. Ist das Wetter am nächsten Tag gut, dann heißt es früh raus und los. Wie bereits erwähnt, werden zunächst die entferntesten Ziele angefahren. Mit GPS und Seekartenausschnitt sollten die Stellen schnell gefunden und mit einem Echolot genau lokalisiert sein. Wo Berufsfischer mit ihren Booten stehen, solltet ihr es auf jeden Fall probieren. Haltet Abstand und versucht die Position mit eurem GPS abzuspeichern. Beim nächsten mal, wenn die Berufsfischer weg sind, sucht ihr die Kante mit eurem Echolot. Das Angeln & was man fängt Da sich die Kapitalen nur sehr selten in die Fjorde verirren (meist im Sommer wenn es sehr warm ist), oder sich zum Laichen in Küstennähe begeben, muß man viel Glück haben, um hier einen Kapitalen zu fangen. Wer also seine Chancen auf einen Kapitalen erhöhen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als die offene See. Die Angeltechniken auf offener See sind unwesentlich anders als die, die man im Fjord ausübt, also Pilken und Naturköderangeln. Einziger Unterschied, man wird wohl etwas tiefer fischen. Das bedeutet, man sollte Rollen mit genügend Schnurfassung auf dem Boot haben. Oft werden Plateaus angefahren, speziell da, wo man Köhler und Rotbarsche findet. Mit einem Seekartenausschnitt kein Problem einige solcher Stellen zu finden. Hier draussen stehen dann auch die richtigen Kaliber! Sind diese Stellen gefunden, dann gilt es mit dem Echolot die Schwärme auszumachen und dann gezielt zu befischen. Dazu eignen sich Rollen mit Schnurzähler. Schnurzähler gibt es aber auch einzeln, sie werden einfach auf die Rute montiert. Der Vorteil ist, dass man anhand des Echolotes die genaue Tiefe des Schwarmes kennt und mit dem Schnurzähler genau in diese Tiefe die Montage ablassen kann. Wer Schnurzähler für unnötig hält, der markiert sich auf herkömmliche Art seine Schnur. Beispielsweise alle 50 Meter eine Markierung auf der Schnur (natürlich mit wasserfestem Stift). Funktioniert auch, allerdings nicht so komfortabel und genau wie ein Schnurzähler. Andreas Stiehler |
Angeln in Norwegen