Lachsfarmen

Zunächst: Lachsfarmen sind nicht vorrangig aufzusuchen, sondern seien hier nur der "Vollständigkeit" halber mit erwähnt. Es gibt genug andere Angelareale, so daß man auf eine Lachsfarm verzichten kann. Wenn aber gar nichts ging (oder Wind eine weitere Ausfahrt unmöglich macht), dann versucht es hier nochmal. Eine Lachsfarm erkennt ihr an den großen Käfigen die auf dem Wasser schwimmen. Sie befinden sich meist in einem geschützten Fjord, will man doch den kostbaren Inhalt nicht wegwehen lassen.

Meist in regelmäßigen Abständen werden die Lachse gefüttert. Heute übernehmen das Maschinen, die alles vollautomatisch machen. Da natürlich vom Fischfutter für die Lachse einiges "daneben" geht, sprich durch die Strömung aus den Käfigen treibt, nutzen andere Fische diese Gelegenheit, um so ohne Probleme an Futter zu kommen. Hinter den Käfigen bleibt auch noch nach der Ebbe ein gewisser Rest übrig, an dem sich die Fische bereichern.

Bevor ihr nun an der Lachsfarm zum "großen Wurf" ausholt, möchte ich dringlichst darauf hinweisen, dass ihr einen Mindestabstand von 150m zur Lachsfarm wahren müßt! Und denkt erst gar nicht dran die Lachse aus den Käfigen zu angeln! "Das macht doch eh keiner!?", wird der ein oder andere entsetzt sagen - doch doch, alles schon gesehen, die Gier kennt leider bei einigen "Anglern" keine Grenzen.

Und zu guter letzt noch ein Hinweis. Die Käfige sind unter Wasser mit Seilen untereinander verbunden und an Felswänden befestigt. Ich sage es mal so, dass bei ganz Verbissenen schonmal die komplette Pilkerausrüstung an diesen Seilen hängen bleiben kann, da man jedes Mal aufs neue dachte: "Boah ich hab jetzt glaub einen 10-Pfünder..." -Peng- "...oh Sch... war wieder dieses däm....e Seil".

Andreas Stiehler

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Angeln in Norwegen